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Optisch wieder ganz und gar düster, kommt der stimmungsvolle
vierte Monster-Clip des Jahres 2006 daher. Und natürlich stammt das Filmchen
wieder einmal aus der Hand von Lordis quasi Haus- und Hofproduzent und
Regisseur Pete Riski. Leider wurde das Video, durch die
Single-Veröffentlichung ausschließlich in Finnland, auch nur dort
veröffentlicht, und kann nur übers Internet eingesehen werden.
Was sehr schade ist, da viele der liebevoll
gestalteten Details des Videos (wie zum Beispiel die Lordi-Marke auf dem
Brief) nur in der guten DVD-Qualität so richtig zur Geltung kommen.
Ein Gänsehaut-Set aus verdorrten Bäumen, das direkt dem
allerersten Clip der Monstersquad entsprungen zu sein scheint, schafft eine
angenehme Gruselatmosphäre, in der die Band mit Nebel, Lichteffekten und
Feuersäulen gekonnt in Szene gesetzt wird. Ein Übriges zu der fast schon
erhabenen Stimmung des Videos trägt der große Flügel bei, dem die
Keyboardhexe Awa die schönsten Töne entlockt. Auch der Rest der Band fügt
sich hier mit im Vergleich zu früheren Videos nobler Zurückhaltung ein, und
gibt dem Clip passend zum Song insgesamt einen sehr ruhigen Touch.
Inhaltlich entführt uns das siebente Video der Monstersquad
in die wahrhaft finsteren Tage der Hexenjagd. So wird die harmlos
aussehende, einen Brief schreibende Hauptdarstellerin alsbald von einem Mob
aus finsteren Gestalten in dunklen Kutten und mit Fackeln verfolgt. Die
wilde Jagd mit Hunden führt durch den denselben düsteren Wald, in dem sich
die Monster herumtreiben… und dort wird die junge Frau alsbald von ihren
Häschern geschnappt. Noch im Wald wollen die vermummten Männer mit ihrem
Opfer genau das machen, was man im Normalfall mit Hexen macht: sie an Ort
und stelle verbrennen.
Doch genau dieses Vorhaben ruft Lordi auf den Plan, der sich
auf die Seite der jungen Frau schlägt. Das Monster kündigt seinen Auftritt
mit plötzlich einsetzendem Schneefall an, der bis auf den vermummten
Rädelsführer des Mobs alle Beteiligten vertreibt. Der Anführer wird von
Lordi gekonnt auf innovative Weise unter die Erde verfrachtet, und die junge
Frau befreit.
Nach diesem zwar wie immer im Horrorgenre angesiedelten,
gleichzeitig lordi-typischen wie auch gänzlich andersartigen Videos, dürfen
sich die Kritiker der Gruseltruppe nun wohl wieder eine neue Ausrede zur
Verteufelung der ach so bösen Musiker einfallen lassen ;-) |