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Ein weiteres Markenzeichen Lordis, neben
den Kostümen, sind ihre sehr professionellen, aufwändigen Musikvideos.
Dadurch dass der Mastermind der Band lange Jahre selbst in der Filmbranche
tätig war, profitiert die Monstersquad natürlich stark von den guten
Beziehungen, und kann mit verdammt teuer aussehenden Clips von sich reden
machen. Sind doch in den Schaffensprozess eines einzigen solchen Clips, bis
zu 60 Personen involviert...
Die meisten Musikvideos von Lordi wurden von Pete Riski
produziert, der nebenbei auch noch ein guter Freund von Lordi ist. Lordi selbst liebt die Arbeit an den Videoclips, während die anderen
Bandmitglieder den teils recht langwierigen Drehs immer eher reserviert
gegenüberstehen, und sich lieber an die Bar verdrücken würden.
Auf den folgenden Seiten findet ihr interessante Infos rund
um die Videoclips von Lordi, mit Screenshots und Inhaltsangaben. Einige der
Videos könnt ihr euch auch im
YouTube-Channel von Lordicted ansehen.
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Das vierte Video aus dem Monsteruniversum
(erneut unter der Regie von Pete Riski) bedient sich wieder einmal der
wesentlichen Zutaten: Monster, Pyros, und weibliche Hauptdarsteller. Auch
der Plot ist schnell erklärt, da er sich, wie sollte es anders sein, im
typischen Lordi-style präsentiert. Straight und simpel, dabei aber
nichtsdestotrotz wirkungsvoll - angenehmes Gruseln mit Humor eben.
Stilistisch bedienen sich Lordi mit diesem Video bei den Kult-Videos eines
ihrer Vorbilder Twisted Sister.
Besonders gelungen ist die
Charakterzeichnung, mit der ein sehr sympathischer, aus dem Leben
gegriffener Hauptcharakter geschaffen wurde. Es handelt sich dabei um ein
etwas schüchtern wirkendes Rocker-Mädel, das auf die 80er-Musik steht, und
mit hübscher Lordi-Malerei auf dem Zeichenblock durch ihre Schule spaziert.
Sie schaut beim Training der Cheerleader-Gruppe zu, wo sie aber nicht so
wirklich erwünscht zu sein scheint. Klarer Fall das die Cheerleader ihr
Training natürlich nicht ungestört fortsetzen können - das Licht geht aus,
und Lordi himself legt einen wirkungsvollen Auftritt hin, indem er
kurzerhand die Tür aufsprengt. Die Cheerleader kreischen sich die Seele aus
dem Leib, was ihnen aber absolut nichts nützt, da sie derselben nämlich
flugs beraubt werden.
Von Flammen im Hintergrund in Szene
gesetzt, beschert die Band dann der zunächst noch etwas furchtsam
dreinblickenden jungen Rockerin einen Musikgenuss a la Lordi. Als die
Cheerleader schließlich als Zombies wieder auferweckt werden, ist das Mädel
durchaus bereit sich der monströsen Truppe anzuschließen. Prompt führt sie
die kleine Armee der Zombies an, die daraufhin die kopflos flüchtenden
Schüler in Panik versetzen…
Alles in allem fehlt dem Clip rein gar
nichts was man von Lordi gewohnt ist, trotzdem wirkt er irgendwie… brav. Die
Vermutung liegt nahe das Pete Riski auch hier, ähnlich wie beim Clip zu "Devil
is a Loser" Lordis doch eher blutige Ideen entschärft hat, damit das
Streifchen etwas massenkompatibler wird, und auch im normalen TV gezeigt
werden kann. Dass das Video zu "Hard Rock Hallelujah" etwas kommerzieller
ausfallen wird als die vorherigen Clips, war im Hinblick auf das Antreten
bei der finnischen Vorausscheidung zum Song Contest schon von allem Anfang
an klar.
Somit kann man das vierte Video der
Monstersquad zwar nicht als das beste bisher da gewesene bezeichnen, aber
mit so manchen Clips anderer Gruppen kann es noch immer locker mithalten.
Unterhaltsam und leicht gruselig - genau das was man von Lordi erwartet…
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