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Ein weiteres Markenzeichen Lordis, neben
den Kostümen, sind ihre sehr professionellen, aufwändigen Musikvideos.
Dadurch dass der Mastermind der Band lange Jahre selbst in der Filmbranche
tätig war, profitiert die Monstersquad natürlich stark von den guten
Beziehungen, und kann mit verdammt teuer aussehenden Clips von sich reden
machen. Sind doch in den Schaffensprozess eines einzigen solchen Clips, bis
zu 60 Personen involviert...
Die meisten Musikvideos von Lordi wurden von Pete Riski
produziert, der nebenbei auch noch ein guter Freund von Lordi ist. Lordi selbst liebt die Arbeit an den Videoclips, während die anderen
Bandmitglieder den teils recht langwierigen Drehs immer eher reserviert
gegenüberstehen, und sich lieber an die Bar verdrücken würden.
Auf den folgenden Seiten findet ihr interessante Infos rund
um die Videoclips von Lordi, mit Screenshots und Inhaltsangaben. Einige der
Videos könnt ihr euch auch im
YouTube-Channel von Lordicted ansehen.
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Das Video zu Devil is a Loser wurde, genau wie die Single,
2003 nachgeschoben, nachdem sich das Debütalbum der Band als wahrer
Verkaufsschlager entpuppt hat. In diesem Video fahren Lordi ein ganzes
Arsenal an pyrotechnischen Spielzeugen auf. So beginnt der Clip schon viel
versprechend mit dem publikumswirksamen, feurigen Hochgehen eines
Plattenspielers, und geht dann über ein Dampf ausatmendes Manbeast,
Flammenwände und einen Feuer Spuckenden Höllenfürsten, bis hin zu einem fast
schon brennenden Gitarrenhals der Mumie.
Dass das Video ein wenig an die
Blutduschen-Szene aus "Blade" erinnert, ist kein Zufall, sondern durchaus
beabsichtigt. Hätte man Lordi bei diesem Video völlig freie Hand gelassen,
wäre der Clip auch um einiges blutiger ausgefallen. So jedoch entschärfte
Regisseur Pete Riski die Sache doch deutlich, damit das Video nicht am Ende
der Zensur anheim fiel.
Der Clip selbst spielt in einer alten Fabrikhalle, wo gerade
eine Halloweenparty stattfindet. Nachdem der Plattenteller des DJ's
hochgeht, fällt in der Halle das Licht aus, und der große Auftritt beginnt.
Die Musik setzt wieder ein, der durchgebrannte Plattenspieler beginnt sich
von selbst wieder zu drehen - natürlich mit einer Lordi-Platte darauf…
Sekunden später sieht sich der DJ mit Lordi konfrontiert, der
den armen Kerl natürlich prompt fachgerecht entsorgt. Dann stellen sich die
anderen Bandmitglieder der Reihe nach vor, als erstes Kita, verborgen hinter
einer dicken Glasscheibe. Kalma marschiert betont cool und lässig in die
Halle, und Enary (halb transparent!) stolziert geradezu ins Bild, während
sich Amen, mumientypisch, mit dem Gehen ein wenig schwer tut.
Vorläufig bleibt die Band dem Auge ihrer unfreiwilligen
Zuseher durch einen ziemlich ramponiert aussehenden Vorhang aus Plastik
größtenteils verborgen, was sich aber, nachdem Lordi einen vorwitzigen
weiblichen Partygast der sich zu weit vorwagt verhext hat, schnell ändert…
Kaum fällt der Vorhang, legt die Band so richtig los, und neben massig Staub
auf den Drums, wird das komplette Feuerwerksarsenal abgebrannt. Die Panik
unter den Partygästen bricht aus, als Lordi feuerspuckenderweise mit großem
Getöse einen Lautsprecher in die Luft jagt. Für die endgültige Aktivierung
der Fluchtgedanken, sorgen schließlich die sich plötzlich entfaltenden
Fledermausflügel des Höllenfürsten. Jedoch gibt es für die Partygäste kein
entkommen, denn ihre Flucht wird abgeschnitten von den stabil aussehenden
Gittern vor denen sie plötzlich stehen… |