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Ein weiteres Markenzeichen Lordis, neben
den Kostümen, sind ihre sehr professionellen, aufwändigen Musikvideos.
Dadurch dass der Mastermind der Band lange Jahre selbst in der Filmbranche
tätig war, profitiert die Monstersquad natürlich stark von den guten
Beziehungen, und kann mit verdammt teuer aussehenden Clips von sich reden
machen. Sind doch in den Schaffensprozess eines einzigen solchen Clips, bis
zu 60 Personen involviert...
Die meisten Musikvideos von Lordi wurden von Pete Riski
produziert, der nebenbei auch noch ein guter Freund von Lordi ist. Lordi selbst liebt die Arbeit an den Videoclips, während die anderen
Bandmitglieder den teils recht langwierigen Drehs immer eher reserviert
gegenüberstehen, und sich lieber an die Bar verdrücken würden.
Auf den folgenden Seiten findet ihr interessante Infos rund
um die Videoclips von Lordi, mit Screenshots und Inhaltsangaben. Einige der
Videos könnt ihr euch auch im
YouTube-Channel von Lordicted ansehen.
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Die
Deadache-Ära zeichnet sich dadurch aus etwas rauer und experimentieller,
aber auch grotesker zu sein, was sich dann auch in dem Clip zu "Bite it like
a Bulldog" widerspiegelt. Wer sich nach dem bombastischen Feuerspektakel von
2007 einen ähnlichen Nachfolger hat, der wird wohl enttäuscht werden, ist
doch das neue Video so gänzlich anders geraten als gedacht.
Zugrunde
liegt dem Clip der Wunsch von Lordi einmal "etwas komplett anderes zu
machen", und bis zu einem gewissen Grad auch die Traditionen der
Lordi-Videos bricht.
Passend dazu wurde für dieses Video auch anstatt Lordi's Haus- und
Hofproduzenten Pete Riski, mit Limppu Lindberg (der dem Obermonster bereits
seit längeren in Sachen Grafik als quasi "rechte Hand" zur Seite steht) eine
Chance eingeräumt. Dieser ist in finnischen Metalkreisen auch kein
unbeschriebenes Blatt, hat er doch auch schon Videos mit Kalibern wie zB
Children of Bodom und Norther gedreht.
Die grundliegende Idee basiert darauf ein
Video mit einer nicht so geradlinigen und einfach zu verstehenden Storyline
zu veröffentlichen, und den Clip sowohl dem Feeling des Songs, als auch dem
neuen, mehr ins groteske gehenden Outfit der Band anzugleichen. Die
visuellen Aspekte des Videos wurden hauptsächlich von den modernen
Horrorfilmklassikern wie zB dem Remake des "Texas Chainsaw Massacre" und "Hostel
2" beeinflusst. Die teils unruhige Kameraführung und der ein wenig arg
hektisch gewordene Schnitt mit seinen schnellen Wechseln macht es dem Seher
stellenweise allerdings ziemlich schwer dem Video zu folgen. Der Inhalt
selbst ist, trotz der für Lordi ungewöhnlichen Umsetzung, ziemlich genau das
was man erwartet, und weckt dabei auch Erinnerungen an "Dark Floors".
Wieder einmal darf sich ein nichts
ahnender Proband in ein leeres, unheimliche Gebäude vorwagen. Seltsame
Geräusche lassen es dem Mann schnell mit der Angst zu tun bekommen, bis ihm
ein hässliches Geräusch aus einem Plattenspieler (dem Lordi mit seinem
überdimensionalen Fingernagel die "Töne" entlockt) durch Mark und Bein
fährt. Doch er lässt sich nicht unterkriegen, und zerstört beherzt (oder
eher wütend?) den Plattenspieler, nur um sich anschließend mit einem
Fernseher konfrontiert zu sehen, der ihm verstörende Bilder seiner Selbst
mit grässlichen Monstern zeigt. Der finale Schockeffekt des Kurzfilmchens am
Monitor, bei dem Awa den Anschein erweckt aus dem Bildschirm herausspringen
zu wollen, ist der Startschuss für das Auftauchen der Monster die bisher nur
in kurzen Zwischeneinblendungen mit sichtlichem Spaß vor sich hin rockten.
Der vorher noch relativ coole Typ mutiert nun angesichts
der Horrortruppe doch noch zu einem Häufchen Elend. Wer aber jetzt gedacht
hat dass die Monster dem Probanden nun an die Kehle gehen wird eines
besseren belehrt, denn die gruslige Truppe beschränkt sich darauf zu
beobachten und zu filmen, bevor das Video unspektakulär ausblendet. Und so
mancher Seher bleibt mit dem sprichwörtlichen Fragezeichen überm Kopf
zurück.
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