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Get Heavy!
Das mit Spannung erwartete Debütalbum, besticht bereits durch
optisch gekonnte Aufmachung. Schlägt man das Booklet auf, erwarten einen
stimmungsvoll-düstere Illustrationen, die sich mit Nahaufnahmen der
einzelnen Bandmitglieder zu wahren Kunstwerken verbinden.
Unter der Produktion von T.T. Oksala, konnte die Band
Songtechnisch aus dem Vollen schöpfen. Aus über den über 150 Demos des
vorangegangenen Jahrzehnts wurden letztendlich die 11 Stücke ausgewählt, die
ihren Platz auf "Get Heavy!" fanden. Man kann also sagen das das Album ein
quasi Best Of der zehnjährigen Bandgeschichte ist. Es ergab sich allerdings
zufällig, und war keinesfalls beabsichtigt, das auf dem Debütalbum
ausschließlich Songs landeten, die aus der Feder des Obermonsters stammten.
Besonders "Devil is a Loser" (mit dem etwas blassen Bonus "Don't
let my Mother know" später die zweite Singleauskopplung) nimmt hier einen
besonderen Stellenwert ein. Stammt doch das Main Riff dieses Songs aus dem
allerersten Demo das unter dem Lordi-Banner entstand.
Nach dem vollen Erfolg der vergoldeten Mitgröhl-Hymne und
Ohrwurm "Would you love a Monsterman", samt fantastischem Video, liefern die
finnischen Monster ein Album erster Güte ab. Angelehnt an ihre Vorbilder von
KISS, Twisted Sister und Co., bringen Lordi den guten alten Heavy Metal und
Hardrock der 80er zurück an die Ohren der Menschheit. Dafür ernten sie in
Finnland neben der Spitzenreiter-Position in den Mainstream-orientierten
Charts auch noch Platin für ihren Longplayer.
Musikalisch ist das Album ein wahrer Genuss, und hält
eigentlich fast nur Ohrwürmer parat. Nach einem stimmungsvollen Intro,
lassen es die Monster mit "Get Heavy" gleich einmal ordentlich krachen, und
bereiten die Ohren damit schon einmal auf den sich in den Gehörgängen
geradezu festsaugenden Song "Devil is a Loser" vor. Mit einem weiteren
mitgröhlverdächtigen Stück geht es weiter, ehe einem die Hitsingle "Would
you love a Monsterman" entgegen dröhnt. Auch der Rest des Albums geht in
dieser Tonart weiter, es reiht sich eine eingängige Melodie an die andere,
bis der Longplayer schließlich mit einem weiteren Highlight namens "Monster
Monster" aufs Ende zusteuert. Der Rausschmeißer in Form von grusligen
Horrorsounds lässt einem noch einmal eine finale Gänsehaut über den Rücken
laufen, ehe sich der Player auch schon abschaltet.
Das einzige Manko an dieser Scheibe ist somit, das sie
lediglich kümmerliche 38 Minuten aufweisen kann. Aber ansonsten kann man
allen grässlichen Gottheiten dieser Erde nur danken, das die Monster aus dem
Hohen Norden nie das Handtuch geworfen haben, und uns jetzt mit ihrer
monströsen Präsenz beehren!
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